Separater Stromzähler für günstigen Autostrom

Um einen günstigen Autostromtarif nutzen zu können, benötigen Sie zusätzlich zum Haushaltsstromzähler einen separaten, unterbrechbaren Stromzähler mit Rundsteuerempfänger. Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) erlaubt es Netzbetreibern Elektromobile als steuerbare Verbrauchseinrichtung zu behandeln.

§ 14a EnWG „Steuerbare Verbrauchseinrichtungen in Niederspannung“
„Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen haben denjenigen Lieferanten und Letztverbrauchern im Bereich der Niederspannung, mit denen sie Netznutzungsverträge abgeschlossen haben, ein reduziertes Netzentgelt zu berechnen, wenn mit ihnen im Gegenzug die netzdienliche Steuerung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen, die über einen separaten Zählpunkt verfügen, vereinbart wird. Als steuerbare Verbrauchseinrichtung im Sinne von Satz 1 gelten auch Elektromobile.“

Neben Elektrofahrzeugen gelten auch Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen als steuerbare Verbrauchseinrichtung. Ist hierfür bereits ein separater Zähler vorhanden, kann dieser für die Wallbox mitgenutzt werden.

Reduzierte Netzentgelte und Konzessionsabgaben

Wenn Sie einen Zähler für steuerbare Verbrauchseinrichtungen verwenden, darf der Verteilnetzbetreiber die Stromzufuhr zur Wallbox kurzfristig unterbrechen, um eine gleichmäßige Netzauslastung zu koordinieren. Je nach Stromanbieter kann dies zu unterschiedlichen Zeiten geschehen. In der Regel können Sie ihr E-Auto über Nacht mit Strom auftanken, sodass es morgens direkt zum Fahren bereitsteht.

Der Halter des Elektrofahrzeugs leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des öffentlichen Stromnetzes. Dafür wird er vom Netzbetreiber mit reduzierten Netzentgelten und Konzessionsabgaben belohnt. Netzentgelte haben am Strompreis aktuell einen Anteil von rund 24 Prozent. Der Anteil der Konzessionsabgabe beträgt etwa 5,6 Prozent. Dies hat einen deutlichen Preisvorteil zur Folge, sodass das Elektromobil mit einem Autostromtarif günstiger aufgeladen werden kann.

Eine getrennte Messung kann sich je nach Netzgebiet vor allem bei einem E-Auto mit einem Stromverbrauch über 2.000 kWh im Jahr bzw. mit einer Jahreslaufleistung über 10.000 km lohnen.

Beispiel für Kostenersparnis

Herr Müller aus Essen fährt ein E-Fahrzeug mit einer jährlichen Laufleistung von 10.000 km und einem Bedarf von 2.000 kWh pro Jahr. Mit einem bundesweiten Autostromtarif spart er im Vergleich zum Grundversorgungstarif des örtlichen Lieferanten 255,24 Euro brutto pro Jahr oder zum Sonderprodukt 241,44 Euro brutto pro Jahr. Dies entspricht einer relativen Ersparnis von mindestens 36,74 Prozent. Die Kosten für das Standardinstallationspaket hat er damit schon nach drei Jahren wieder rein. Weitere vier Jahre sind zur Amortisierung der günstigsten Wallbox notwendig.

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